Wer bin wir

Siloé (dt.Siloah) ist eine gemeinnützige und überkonfessionelle Organisation mit einer christlichen Ethik.
Die Geschichte vom Teich von Siloah steht im Johannes-Evangelium, Kap. 9, 1-11.

Auf dem Weg traf Jesus einen Blindgeborenen. Er spie auf die Erde und bereitete einen Teig aus Speichel. Dann strich er den Teig auf seine Augen und sprach zu ihm:

„Geh hin, wasch dich im Teich Siloah!“.
Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.

Hätte Jesus nicht einfach beten können, dass der Blinde sofort sehen konnte?

Heilt der Herr etwa nicht immer spontan?

Für uns gilt genau das gleiche wie für den Blindgeborenen, der unter Beweis stellen musste, dass er den Mut und den Willen besaß, zu jenem Teich zu gehen.
Auf folgende Fragen gibt der Text keinerlei Antwort: Wie weit war der Teich vom Blinden entfernt? Wie war der Weg zum Teich beschaffen? Wie lange brauchte ein Blinder für diesen Weg? Wieviele Menschen haben ihm dabei geholfen?
War er alleine? Wer hat ihn auf dem Weg begleitet?
Wer hat sich bei der Heilung mitgefreut?
Wenn unser Seelsorge-Zentrum den Namen Siloé trägt, dann aus dem Grunde, dass jeder Hilfesuchende Mut, Durchhaltevermögen und Glauben aufbringen sollte.
Sie befinden sich auf dem Weg der Heilung vielleicht erst am Anfang oder auf halbem Weg. Wir sind jedenfalls für Sie da und helfen Ihnen gerne, sich „die Augen zu waschen“.

Der Tunnel von Siloah, der im Alten Testament beschrieben wird, wurde von israelischen Wissenschaftlern der Hebräischen Universität bei Jerusalem gefunden.

Eine Radio-Carbon-Untersuchung hat ergeben, dass er ungefähr im Jahre 700 v. Chr. gebaut wurde, wie dies biblische Berichte bestätigen. Die Bibel erwähnt diesen Tunnel im Buch der Könige und der Chronik. Demnach wurde der Tunnel unter der Herrschaft von König Hiskia gebaut (727 – 698 v. Chr.).

Die Tunnelpassage, die die Quelle von Gihon mit Jerusalem verbindet, sollte garantieren, dass die Stadt im Falle einer assyrischen Besetzung mit Wasser versorgt wird. Der Tunnel ist im Übrigen 516 Meter lang und führt immer noch unter der Altstadt von Jerusalem durch. Er gehört zu den ältesten unterirdischen Wasserläufen, die ohne Zwischenbrunnen gebaut wurden.

Ein schönes Beispiel für hebräische Schriftzeichen aus jener Epoche von König Hiskia ist auf einem Fels eingraviert, der heute noch am Teich von Siloah zu finden ist.

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